Haarpflege – viel Schein, wenig sein

Seit Jahrzehnten fallen Konsumenten auf Werbung herein, die ihnen erzählt, dass Shampoos und Spülungen Haare pflegen.

Gut … bedingt tun sie das auch bzw. viele Chemieprodukte simulieren schlicht und einfach eine Pflegewirkung, indem sie an den Haaren z.B. Silikon-Rückstände hinterlassen, die die Haare weicher machen oder/und den Abstand zwischen den Haaren vergrößern um mehr Fülle zu bewirken (Volumen-Produkte).

Fakt ist, dass Shampoos grundlegend Reinigungsmittel sind und herkömmliche Haarspülungen sind schlicht und einfach reine Weichmacher und als Kämmhilfen gedacht, die man lediglich dort an die Haare gibt, wo man mit einem grobzinkigen Kamm nach der Haarwäsche nicht ohne weiteres durchkommt.

Pflegt man Haare richtig, sinnvoll und nachhaltig und geht man mit Haaren gleichzeitig auch korrekt um, dann erübrigt sich in den meisten Fällen der Gebrauch solcher Spülungen und wenn man den doch nicht locker durch die frisch gewaschenen Haare kommt, ist ein Klecks eines richtigen Pflegeproduktes (z.B. einem Haarbalsam) definitiv sinnvoller, als sich die Haare mit flüssigem Plastik zu verkleistern.

Zudem spült man das Plastik auch noch ins Abwasser und seit die Industrie auch noch auf Polyquaternium gestoßen ist (ein Billigst-Silikonersatz) und damit Verbraucher noch mehr „blendet“ (Thema silikonfreie Produkte), gelangt auch noch mehr Mikroplastik in das Trinkwasser vieler Haushalte.

Wirkliche Haarpflege beginnt mit den täglichen Bürstenstrichen und eben auch mit dem richtigen Umgang mit Haaren. Dazu dann noch ein möglichst mildes Reinigungsmittel (ob Shampoo, festes Shampoo, Haarseife, etc.) und eine wirkliche Pflege  . . . schon steht dauerhaft schönem, geschmeidigem, natürlich glänzenden Haar nichts mehr im Weg.

Wenn man dazu noch bedenkt, dass die meisten Chemie-Shampoos auf billigsten Industrie-Reinigern basieren, die man auch in Bodenreinigern und Autoshampoos findet (z.B. Laureth Sulfate, Lauryl Sulfate), sollte es einem beim bloßen Gedanken daran lediglich die Nackenhaare aufstellen.

Inhaltsstoffe und deren Definition nebst Wirkung lassen sich einfach und bequem z.B. auf codecheck.info durchlesen. Codecheck ist eine Datenbank, in der Inhaltsstoffe und deren Erklärung gespeichert sind und in der sowohl codecheck als auch User der gleichnamigen App und auch Hersteller einfach Produkte nebst Inhaltsstoffen eintragen.  Es findet keine Bewertung der Produkte seitens des Portals statt und wer nicht bewertet, lässt sich dafür auch nicht von der Industrie kaufen.

Richtige Haarpflege ist kein Hexenwerk

Unser kleiner Ratgeber ist noch sehr jung und hinter ihm verbergen sich keine kommerziellen Interessen. Daher muss einfach immer wieder mal die Zeit dafür übrig sein, die Themen zu erweitern/ergänzen.

Grundlegend passen zum Thema generelle Haarpflege auch die meisten Infos aus dem Thema Spliss. Ein weiteres Feintuning für das Thema Haarpflege wird es hier noch bis spätestens Ende März 2017 geben.

Wie bereits erwähnt, beginnt die wirkliche Haarpflege mit den täglichen Bürstenstrichen zu denen es auf dieser Seite ausführliche Informationen gibt.

– beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen/massieren … für die Haarlängen und -spitzen reicht es aus, wenn man den Schaum vor und während dem Ausspülen durch die Längen streicht und beim Ausspülen werden die Haarlängen ausreichend reinigend mitversorgt.

– niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln …. schon gar nicht in nassem Zustand

– nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

– nasse Haare nicht bürsten, sondern nut mit einem grobzinkigen Kamm durchkämmen

– nie zu heißes Wasser verwenden … je kühler, desto besser

– übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

– Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

– keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

– auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

– Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

– mind. 2 – 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

– Stress vermeiden

– regelmäßig nachschneiden lassen

Bei langem Haar empfiehlt sich außerdem auch die sogenannte Haaransatzwäsche, die dem Haar jährlich hektoliterweise austrocknendes Wasser erspart.

Selbstverständlich sind Haarspitzen noch weniger splissanfällig, wenn sie immer schön geschmeidig gehalten werden, denn dann geben sie schlicht und einfach mehr nach, wenn sie irgendwo anstoßen und spalten sich nicht so schnell.

Hierfür einfach einen Hauch eines der vier für Haarspitzen am besten geeigneten, reinen Naturöle sachte an die trockenen! Haarspitzen anmassieren, nachdem man einen Tropfen davon gleichmäßig zwischen den Fingerkuppen verteilt hat . . . schon sind sie quasi „schäfchenweich“, fühlen sich absolut toll an und sind eben geschmeidig genug, sich nicht gleich bei jedem Anstoßen zu spalten.

Diese vier reinen Naturöle sind: Mandelöl, Macadamiaöl, Jojobaöl und Arganöl.

Weshalb diese Öle, denn Öl ist Öl und somit einfach Fett? Weil es mit die leichtesten Öle sind und somit die Haarspitzen nicht unnötig beschweren wie z.B. Kokosöl oder Olivenöl.